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    WORK2WORK: Talente erkennen und richtig einsetzen

    15.10.18 | 09:26 Uhr | Leipziger Messe

    Was können Unternehmen tun, wenn Mitarbeiter aufgrund einer gesundheitlichen Veränderung ihre bisherige Tätigkeit nicht weiter ausüben können? Diese Frage stellt Arbeitgeber immer wieder vor große Herausforderungen. Bei Volkswagen in Wolfsburg war sie 2001 die Initialfrage für die Entstehung des Personalprojektes WORK2WORK, in dem der leistungsgerechte und wertschöpfende Einsatz von leistungsgewandelten Mitarbeitern im Mittelpunkt steht.

    Die Ausgangssituation ähnelt sich oft: Mitarbeiter bringen über viele Jahre gute Leistung und führen ihre Arbeit kompetent und engagiert aus. Dann gibt es eine gesundheitliche Veränderung. Bei einigen geschieht das plötzlich durch beispielsweise einen Unfall oder die überraschende Diagnose einer schweren Krankheit. Bei anderen führt das langsame Voranschreiten einer chronischen Erkrankung dazu, dass ein Mitarbeiter seine Arbeit nicht mehr ausführen kann.

    Das oberste Ziel ist dann, auch unter veränderten gesundheitlichen Bedingungen eine leistungsgerechte Einsatzmöglichkeit innerhalb des Fachbereiches zu finden, zu dem der Mitarbeiter gehört. Dort liegen seine betriebliche Verortung, seine Kompetenzen und sein Erfahrungsschatz und dort bestehen auch die sozialen Kontakte zu den Kollegen. Wenn jedoch die gesundheitliche Einschränkung so groß ist, dass der Einsatz im alten Fachbereich nicht mehr möglich ist, muss eine Lösung gefunden werden, um den leistungsgewandelten Mitarbeiter in einen anderen Bereich zu integrieren.

    Um ein strukturiertes Vorgehen zu ermöglichen, entstand in Abstimmung zwischen Unternehmen und Betriebsrat das Personalprojekt WORK2WORK. Die enge Zusammenarbeit ermöglicht eine stetige Weiterentwicklung. Zu diesem Zweck wurde ein „Runder Tisch“ eingerichtet, an dem sowohl das Personalwesen als auch die Fachbereiche, der Betriebsrat, die Schwerbehindertenvertretung und das Gesundheitswesen beteiligt sind.

    Im Gespräch zwischen dem Mitarbeiter und einem WORK2WORK-Personalcoach wird zunächst das gesamte Leistungspotential des Mitarbeiters einschließlich der physischen und psychischen Ressourcen betrachtet. Dabei geht es auch um Talente und Interessen außerhalb der Arbeitswelt. Diese können ausschlaggebend sein für das Finden eines neuen Einsatzbereiches. Als Beispiel der Fall des Herrn M.: Er war wegen eines Knieproblems nicht länger in der Fahrzeugfertigung einsetzbar. Bei der Frage nach seinen Hobbies kam heraus, dass er gerne an Elektromodellen arbeitet. Der daraufhin vereinbarte Arbeitsversuch in einem Elektronikbereich wurde ein voller Erfolg.

    Neben dem Wissen um die Talente, Fähigkeiten und Qualifikationen der Mitarbeiter, müssen die Personalcoaches auf gesundheitliche Belastungen und daraus resultierende mögliche Auswirkungen am vorgesehenen Arbeitsplatz sensibilisiert sein. Es ist unerlässlich, dass sie ein umfassendes Bild der Arbeitsplätze und den damit verbundenen Anforderungen haben. Zudem sind die Coaches Ansprechpartner für die betrieblichen Vorgesetzten. Sie unterstützen die Führungskräfte in ihrer mitarbeiterorientierten Führung, zum Beispiel durch entsprechende Workshops.

    Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Themenfeld Gesundheit. Die Aufgabe der Coaches ist es, die Belegschaft in einem aktiven Umgang mit ihrer Gesundheit zu fördern. In der Betriebsvereinbarung ist festgelegt, dass alle Mitarbeiter im WORK2WORK gesundheitlichen Aktivitäten nachgehen müssen. Dazu zählen: Therapien, Lernen, sportliche Aktivitäten in Vereinen und Ehrenämter.

    Der Begriff der Leistungswandlung hat innerhalb von WORK2WORK Gewicht. Er betont, dass eine gesundheitliche Veränderung nicht zwangsläufig zu einer reduzierten Leistung führt, sondern in vielen Fällen lediglich das Leistungsangebot wechselt. Bei einem leistungsgerechten Arbeitsplatz haben Mitarbeiter die Möglichkeit, wertschöpfend eingesetzt zu sein. In Kombination mit dem respektvollen Miteinander aller Beteiligten begründet dies das Motto: Wertschöpfung durch Wertschätzung.

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    Im Rahmen der BGMpro Leipzig wird Leopold Paeth, Senior Expert bei der Volkswagen AG (Wolfsburg), gemeinsam mit Jennifer Nöbel, Beraterin Gesundheitsmanagement bei der BAD Gesundheitsvorsorge und Sicherheitstechnik GmbH (Bonn, am Standort Leipzig), WORK2WORK als Erfolgsbeispiel eines BGM vorstellen. Der Vortrag findet am 19.11.2018 ab 14:30 Uhr im Saal 3 des CCL statt.

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