Zur Sprachwahl
Zur Metanavigation
Zur Sucheingabe
Zur den Bannertabs
Zur Hauptnavigation
Zum Inhalt
    Nachricht vom 10.09.18 | BGMpro Leipzig

    BGM in Zeiten der Digitalisierung

    Kongress der BGMpro beleuchtet den Wandel im Betrieblichen Gesundheitsmanagement

    Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt rasant – beginnend mit der E-Mail-Flut bis zur ständigen Erreichbarkeit per Facebook, Twitter und Co. auf dem Smartphone. Wie digitalisierte Strukturen und Prozesse das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) beeinflussen, gehört zu den Themen der BGMpro. Die neue Fachmesse mit Kongress findet am 19. und 20. November 2018 im CCL Congress Center Leipzig statt.

    „Gerade im Dienstleistungsbereich erhöhen sich mit der Digitalisierung die Geschwindigkeit, die Dichte und die Menge der Informationen am Arbeitsplatz. Dies bringt psychische Belastungen und damit neue Herausforderungen für BGM-Konzepte mit sich“, unterstreicht Dr. Martin Lange, Leiter der Fortbildungsakademie der Wirtschaft gGmbH (FAW) Chemnitz und ab Oktober 2018 Professor für Management im Gesundheitswesen an der IST-Hochschule für Management Düsseldorf. „Die Belegschaft muss heute mit der permanenten Erreichbarkeit und zahlreichen gleichzeitig eintreffenden Anforderungen umgehen. Speziell im Homeoffice, das immer mehr Unternehmen anbieten, ist die Balance zwischen Beruf und Privatem wesentlich. Auch Arbeitsteams sind keine festgefügte Größe mehr und im steten Wandel begriffen. Dies umreißt das aktuelle Handlungsfeld für modernes BGM“, so Dr. Lange. Im Vortrag „BGM in Zeiten der Digitalisierung“ am 19. November 2018 im Kongress der BGMpro beschreibt er gemeinsam mit Saskia Baumgärtel, BGM-Fachberaterin an der FAW, wie darauf reagiert werden sollte.

    Beurteilungen zu psychischen Gefahren im Aufwind

    „In den letzten Jahren haben Gefährdungsbeurteilungen zu psychischen Belastungen am Arbeitsplatz großen Aufwind bekommen“, beobachtet Dr. Lange. Das im Arbeitsschutzgesetz vorgeschriebene Erfassen psychischer Belastungen werde zunehmend umgesetzt, und daraus würden immer häufiger BGM-Maßnahmen abgeleitet, konstatiert er. Neu sei eine verstärkte Ausrichtung des BGM auf Eigendisziplin und Selbstreflexion: „Es geht weniger um den Rückenschulkurs für alle, sondern um das verhaltensorientierte Arbeiten an den individuellen Problemen.“ So sei das Thema Work-Life-Balance bei BGM-Maßnahmen stärker in den Fokus gerückt: „Dabei tauchen wir Berater intensiv in die Gestaltung der Arbeits- und Kommunikationsprozesse in den Unternehmen ein. Führungskräfte und Belegschaft werden bei der innerbetrieblichen Kommunikation und dem Management von Informationen unterstützt.“ BGM-Workshops befassen sich zum Beispiel mit unrealistischen Erwartungen an andere und an sich selbst, wenn es um die Erfüllung von Anforderungen geht. „Die Teilnehmer lernen, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen und auch mal eine E-Mail liegenzulassen“, erläutert Dr. Lange. „Reduktionsmanagement und Resilienztraining bzw. Anti-Stress-Training sind wachsende Bereiche im BGM. Hierbei arbeiten BGM-Experten, Psychologen und Sportwissenschaftler zusammen.“

    Gesundheitsmanagement wird zur Unternehmensberatung

    Der Arbeitsbereich eines BGM-Beraters erweitert sich künftig deutlich in Richtung Unternehmensberatung, glaubt Dr. Lange: „Es genügt nicht mehr, die Arbeitsunfähigkeits-Tage (AU-Tage) zu zählen und dann Sportkurse oder Tipps für Arbeitsplatzergonomie anzubieten. Wir müssen ganzheitlicher herangehen und schauen, wie sich zum Beispiel das Betriebsklima und das Verschwinden fester Teamstrukturen durch Homeoffice-Mitarbeiter auf die Mitarbeitergesundheit auswirken.“ Die klassischen BGM-Angebote wie Gesundheitstage werde es zwar nach wie vor geben – sie werden aber laut Dr. Lange nicht mehr so relevant sein. „Die Zahl der Gefährdungsbeurteilungen wird weiter steigen. Außerdem werden Schulungen zu den Fähigkeiten beim Umgang mit sozialen Medien, den sogenannten Soft Skills oder Social Skills, im BGM immer bedeutender. Auf der BGMpro stelle ich diese Themen in den Mittelpunkt und gehe unter anderem darauf ein, welche Ansätze derzeit einen hohen praktischen Nutzen für das BGM haben.“

    Über die BGMpro

    Erstmals treffen am 19. und 20. November 2018 Experten und Entscheider aus verschiedenen Branchen im Congress Center Leipzig zur BGMpro zusammen, um sich über zentrale Fragen eines effizienten und erfolgreichen Betrieblichen Gesundheitsmanagements auszutauschen. Das interaktive Veranstaltungsformat mit Ausstellerforum, Fachkongress, thematischen Aktionsbereichen, Workshops, Success Story und anderem mehr ermöglicht den Teilnehmern eine optimale Wissensvermittlung. Die Kongressthemen wurden gemeinsam mit einem hochkarätig besetzten Fachbeirat entwickelt; die inhaltliche Organisation des Kongresses wird zudem durch die Gesundheitsforen Leipzig GmbH unterstützt. Basierend auf einem Multi-Location-Konzept, wird die BGMpro ab 2019 neben Leipzig auch an anderen deutschen Veranstaltungsorten etabliert – beginnend mit der BGMpro Köln am 6./7. Mai 2019.

    Service-Informationen

    Veranstaltungsort: Congress Center Leipzig (CCL)

    Öffnungszeiten: 19. November 2018, 9.00 bis 17 Uhr

    20. November 2018, 9.00 bis 16.00 Uhr

    Ticketshop: www.bgmpro.de/besucher/tickets

    Preisübersicht unter: www.bgmpro.de/besucher/tickets/oeffnungzeiten-preise


    Downloads


    Links

    Datenschutz| Impressum| Leipziger Messe Gesellschaft mbH, Messe-Allee 1, 04356 Leipzig © Leipziger Messe 2019. Alle Rechte vorbehalten